Baden-Württembergische Meisterschaft der Elite am 26.07.2026 in Mergelstetten

5 x BaWü-Meister durch Aach und 1 x durch Volkertshausen

Kunst-/Einradsport (WS) Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften im Kunst-+  Einradsport am 26.07.2026 in Mergelstetten (Ortsteil von Heidenheim), war der RMSV Edelweiß Aach mit 5 Mannschaften am Start. Neben den Titelehren ging es auf der Ostalb auch um die Qualifikation zu den DM-Halbfinals. Die BaWü-Bilanz der beiden Hegau-Bodensee-Vereine kann sich sehen lassen. Gleich 6 x BaWü-Gold heimsten die Sportlerinnen und Sportler ein. BaWü-Meister wurden vom RMSV Aach: 4er Kunstrad offen  + 4er Einrad offen mit Yannick Gaißer, Jone Burow, Franziska Bötzer und Lena Andorinha, 4er Einrad Frauen mit Hannah Elsässer, Anica Meßmer, Sarah Bötzer und Natalie Grote, 6er Einrad Franziska Bötzer, Sarah Bötzer, Lena Andorinha, Yannick Gaißer, Natalie Grote, Hannah Elsässer, 6er Kunstrad mit Lena Andoriha, Jone Burow, Franziska Bötzer, Natalie Grote, Hannah Elsässer und Yannick Gaißer. Und vom RSV 

Alle fünf Aacher Mannschaften konnten sich damit für die DM-Halbfinals – am 29.08.2026 beim Bundes-Einrad-Pokal in Neuenkirchen/NDS bzw. am 12.09.2026 im Kunstrad beim Deutschland-Cup in Mönchengladbach qualifiziert, während der 2er  am 22.08.2026 beim 1. German-Masters in Märkisch-Buchholz (Brandeburg) um die DM-Teilnahme kämpft. 

Im 4er Einrad der offenen Klasse war Aach alleine am Start. Die vier Sportler zeigten mit ausgefahrenen 144,19 Punkten eine klasse Leistung. Im 4er Kunstrad hatten Wendlingen (149,77) und Ebnat (175,06) vorgelegt. Das Aacher Quartett zeigte sich trotz des Kadertrainings in guter Verfassung. Nur die neue Übung, der Innenring um Eins mit Rechtsschleifen sollte nicht gelingen. Trotzdem sollte es mit ausgefahrenen 215,47 zu einem souveränen Titelgewinn reichen. Hart die Konkurrenz im 6er Einrad und 4er Einrad der Frauen. Ravensburg eröffnete mit 117,2 die 6er Konkurrenz, während Oberesslingen nach einigen Patzern mit 111,83 von der Fläche ging. Aach hatte mit 149,1 das schwierigste Programm zu absolvieren und wurde der Favoritenrolle mehr als gerecht, Mit 139,92 hatten sie am Ende nicht mal 10 Punkte Abzug auf dem Wertungsbogen stehen. Auch im 4er Einrad waren die 4er Aacherinnen top in Form. 133,53 von Ravensburg und 136,09 von Oberesslingen 2 galt es beim Start zu toppen. Mit 144,07 zeigten sie ihre Klasse und setzten sich so gegen die Konkurrenz durch. Beim letzten Start im er Kunstrad war der Abstand gegenüber Ebnat (165,71) recht deutlich. Mit 200,86 Punkten fuhr das Aacher Sextett zum Aacher BaW-Titel Nr. 5 an diesem Tag. Auch der 2er aus Volkertshausen zeigte sich gut in Form. Trotz einer kleinen Unsicherheit bei der Standsteiger-Drehung auf 2 Rädern, sicherten sich Lisa und Sara Knobelspies den Titel mit 110,5 vor von Schneyder/Papok (Lottstetten/106,84) und Hasmüller/lichy (Magstadt/Denkendorf/103,87). 

„Nach dem harten Wochenende mit Nationalmannschaft-Kader-Training im 4er und der BaWü sind wir mit dem Ergebnis mehr als zufrieden“, so das Resümee von Cheftrainerin Katja Gaißer. „Alle haben sich hervorragend präsentiert. Nur eine Mannschaft hatte einen Absteiger in Kauf zu nehmen. Es gibt bei allen jedoch noch kleinere Baustellen, an die wir in den nächsten Wochen noch ausmerzen müssen. Jetzt gilt der Blick Richtung DM-Halbfinals, wobei die gemeinsame Trainingsplanung während der Ferienzeit uns vor große Herausforderung stellen wird.“ 

Das erfolgreiche Team des RMSV Aach : (v.l.n.r.) hinten – Sarah Bötzer, Franziska Bötzer, Hannah Elsässer, Natalie Grote – Vorne: Yannick Gaißer, Lena Andorinha, Jone Burow, Anika Meßmer

Das erfolgreiche Team aus dem Aachtal (RMSV Aach in blau/ RSV Volkertshausen in rot)  (v.l.n.r.) hinten – Lisa Knobelspies, Sarah Bötzer, Franziska Bötzer, Hannah Elsässer, Natalie Grote, Sara Knobelspies – Vorne: Yannick Gaißer, Lena Andorinha, Jone Burow, Anika Meßmer

UCI-Kunstrad-Weltcup in Vac – Ungarn

4er Aach fährt auf Platz 2 hinter Neuenkirchen Geschwister

Knobelspies müssen sich nur den Europameisterinnen geschlagen geben

Hallenradsport (WS) In Vac / Ungarn (35 Km östlich von Budapest fand die 2 Runde der diesjährigen 4-teiligen UC_Kunstrad-Weltcup-Serie statt. Nach Nesvady (Slowakei) im Februar, war der Weltcup erneut in Ost-Europa zu Gast. Die Anreise der Sportler war individuell. Einige reisten mit dem Flieger an, andere nahmen einen mehrstündige An- und Rückreise mit dem Auto in kauf. „Die Athleten aus Ost-Europa haben sonst immer diese weiten Wege vor sich, nunmehr müssen wir diese langen Reisen zu den Weltcups in Kauf nehmen“, so die Meinungen der Deutschen Sportler. „Und es hat sich gelohnt, denn die Veranstaltung war perfekt organisiert. Und das in einer klimatisierten Hallen, von der wir derzeit nur träumen können.“. Die Wettkampfserie besteht aus 3 Vorrunden und einem Finale mit den besten 10 je Disziplin. Bereits zum 2. Mal an einem Weltcup waren Sara und Lisa Knobelspies (Volkertshausen) am Start. Sie mussten sich nur den Europameisterinnen Kim-Lea Schlüter / Neele Joedeleit (Knetterheide) geschlagen geben. In der Zwischenwertung liegen sie mit 160 Weltcup-Punkten ebenfalls auf Platz 2. Zum ersten Mal nahm der 4er Kunstrad des RMSV Aach mit Franziska Bötzer, Lena Andorinha, Jone Burow und Yannick Gaißer teil. Sie fuhren hinter dem Teams aus Neuenkirchen (bei Bremen) auf Platz 2 und bekamen dafür 80 Weltcup-Punkte gutgeschrieben. In der WC-Zwischenwertung führt Neuenkirchen mit 180 Punkten vor Uzwil/Schweiz. Die weiteren Weltcup-Sieger in Vac: 1er Frauen: Ramona Dandl (Bruckmühl) – 1er Männer: Philipp-Thies Rapp (Tailfingen) – 2er Kunstrad offen: Nico Rödiger / Lea-Victoria Styber (Langenselbold)

Im 2er Kunstrad traten Lisa und Sara Knobelspies mit neuer Schwierigkeit von 131,4 an. Nachdem das Schweizer Paare Julia Stähli/Tanisha Tanner (Amriswil/112,65) vorgelegt hatte, mussten die Knobelspies-Schwestern ihre Kür absolvieren, Es klappte nahezu perfekt. Auch die neue Übung wurde gekonnt gemeistert. Am Ende blickten sowohl Sara als auch Lisa gespannt auf die Anzeigetafel. 112,8 stand an der Anzeige. Noch war es Platz 1 mit einem minimalen Vorsprung von 0,15 Punkten. Würde das für die Führung reichen? Denn noch war das Ergebnis von den Kampfrichtern bestätigt. Sie konnten noch Änderungen vornehmen. Nach bangen Sekunden erschien die Anzeige in Gelb. Damit war die Punktzahl bestätigt und die beiden übernahmen die Führung und Platz auf den Leader-Stühlen. Die Schweizer Meisterinnen Larissa Tanner/Simona Lucca (Stäfa-Dürneten/105,65) konnten danach die Punktzahl nicht überbieten. Nur die Kim-Leah Schlüter / Neele Jodeleit, die rd. 20 Punkte mehr als die Knobelspies-Schwestern eingereicht hatten, fuhren mit ausgefahren 132,73 Punkten zu ihrem 2. Weltcup-Sieg.

Die nächsten Disziplin war das 4er Kunstrad. Nach den 1.000 KM-Anreise mit dem Auto hatten die 4 Sportler den Parkett-Hallenboden erfolgreich testet werden. Das letzten Training in den Morgenstunden des Wettkampftages verlief gut und so hofften alle auf einen Sturz-freien Wettkampf am Nachmittag. Im Vorfeld wussten die vier bereits, dass es aufgrund von Umstellungen beim Radmaterial gut laufen könnte, aber auch durchaus der ein oder andere Absteiger passieren kann. Kisvarda /Ungarn (63,32) sowie die beiden Schweizer Mannschaften aus Uzwil hatte 141,12 bzw. 190,82 Punkte vorgelegt. Die ersten drei Übungen passten perfekt, doch bei der Querwechselrunde saß eine Sportlerin plötzlich auf dem Boden. Bis sie wieder auf dem Rad saß und das Programm fortgesetzt werden konnten, verging viel Zeit und verursachte eine 100 % Abwertung. Die Vier fingen sich sogleich wieder, doch bei der gleichzeitigen Gegentorfahrt-Mühle passte die Abstimmung nicht, sodass weitere wertvolle Zeit verging. Es waren nach dem frühen Absteiger keine weiteren groben Patzer zu verzeichnen und die Übungen wurden perfekt gezeigt. Doch am Ende passten die beiden letzten Übungen nicht mehr in die 5-minütigen Vorgabe, sodass diese mit 100 % Abwertung bewertet wurden. Weitere knapp 20 Punkte fielen somit raus. Am Ende standen 196,08 an der Anzeige. Die Enttäuschung bei den Sportlern war deutlich zu erkennen. Neuenkirchen hatte anschließend keine Probleme und zog das Programm ohne Absteiger durch. Mit 223,50 Punkten sicherten sie sich so den 1. Weltcup-Sieg vor Aach und Uzwil. Cheftrainerin Katja Gaißer verfolgte den Wettkampf zu Hause am Livestream. „Die 3 Übungen haben insgesamt rd. 30 Punkte und damit den möglichen WC-Sieg gekostet“, so ihr Feedback an ihre Sportler. „Dass es aktuell noch nicht perfekt läuft, dass wussten wir. Aus den gemachten Fehlern lernen und weiterhin an der Sicherheit arbeiten, dann kann das im Herbst, wenn die DM- bzw. WM-Qualifikationen terminiert sind, was werden.“

Ergebnisse: www.hallenrad.de