Kunstradsport (WS) Nach 2018 in Wiesebaden und 2022 im ungarischen Nyíregyháza findet am 05. + 06. Juni 2026 in Amorbach / Odenwald erneut eine UEC-Europameisterschaft im Hallenradsport (Kunstrad und Radball) statt. German Cycling sucht nunmehr am 25.04.2026 in Mainz-Ebersheim die Vertreter Deutschlands für dieses Meisterschaft auf dem europäischen Kontinent. Für diese Ausscheidung sind nur die besten deutschen Kunstradsportler im 1er, 2er und 4er Kunstrad startberechtigt. Mit dabei ist der RMSV Aach im 4er Kunstrad (Lena Andorinha, Jone Burow, Franziska Bötzer, Yannick Gaißer) sowie das Geschwister Paar Lisa und Sara Knobelspies im 2er Kunstrad vom RSV Volkertshausen.

Das Besondere an dieser EM-Qualifikation ist der Modus. Startberechtigt sind im 1er/2er Kunstradsport die jeweils sechs Erstplatzierten aus der Perspektiv-Kader Qualifikation des Vorjahres, im 4er Kunstradsport die fünf Erstplatzierten der WM-Qualifikation des Vorjahres. In der Vorrunde gehen alle an den Start und kämpfen um die Startplätze für das Finale bei der die besten Vier aus dem Vorkampf im 1er / 2er um die jeweils zwei deutschen EM-Startplätze kämpfen. Dabei tritt der Erste gegen den Vierten und der Zweite gegen den Dritten an. Der jeweilige Sieger dieser Finals fährt an der EM. Im 4er kämpfen die beiden Besten der Vorrunde um den einzigen EM-Startplatz. Knappe Entscheidungen um die insgesamt 9 EM-Ticket sind zu erwarten.

Im 4er sind neben dem RMSV Aach die Teams des RSV Steinhöring, RV Neuenkirchen, RfV Wiednitz und die amtierenden Europameisterinnen des RV Mainz-Ebersheim am Start. Alle haben zwischen 240,7 und 248,2 Punkten eingereicht. Aach geht mit 247,3 an den Start. Favorisiert ist hier Mainz-Ebersheim, das mit 248,2 auch die höchste Schwierigkeit eingegeben hat. „Die 4er aus Neuenkirchen und Wiednitz waren beim letzten Nationalkader-Lehrgang sehr stark“, so Cheftrainerin Katja Gaißer. „Die Tagesform wird dieses EM-Ticket entscheiden. Ich sehe uns hier in der Außenseiterrolle, da die Mannschaft in dieser Besetzung erst seit dieser Saison zusammenfährt.“

Chancen auf eine EM-Teilnahme haben auch Lisa und Sara Knobelspies im 2er der Frauen. Sie haben mit 124,4 neben den 2-fachen Vizeweltmeisterinnen Kim-Leah Schlüter/Nele Jodeleit (Knetterheide/140,5) die zweithöchste Schwierigkeit eingegeben. Dahinter folgt mit geringem Abstand Feldkämper/Lindenberg (Mühlheim/122,7) sowie Osterhage/Mester (Heidingsfeld/121,2) sowie Tausch/Hupfauer (Pullach/113,9). Diese fünf Paare werden vermutlich im Vorkampf um die 4 Finalplätze fahren. Favorisiert auf die EM-Teilnahme sind Schlüter/Jodeleit. Die Frage wird sein, wer wird als zweites Deutsches Paar mit zur EM nach Amorbach fahren? „Wir müssen auf alle Fälle ohne Absteiger durchkommen, dann ist die Chance groß bei der EM dabei zu sein“, so Lisa und Sara Knobelspies. „Wir werden unser Bestes geben und hoffen im Finale, um das EM-Ticket ein kräftiges Wörtchen mitreden zu können.“

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