Deutschen Hallenradsportmeisterschaft der Junioren am 28./29. April 2018 in Nufringen

Deutschen Hallenradsportmeisterschaft der Junioren am 28./29. April 2018 in Nufringen


Deutscher Meister im 6er Einrad 
Deutscher Meister im 4er Kunstrad Juniorinnen 
Deutscher Vizemeister im 4er Einrad Juniorinnen 

In Nufringen fanden am Wochenende die Deutschen Juniorenmeisterschaften im Hallenradsport (Kunstrad, Einrad, Radball und Radpolo) statt. Bei diesen nationalen Wettkämpfen bestätigt es sich einmal mehr, dass Deutsche Meisterschaften im Hallenradsport ihre eigenen Gesetzt hat, denn nicht alle Favoriten konnte sich am Ende mit DM-Gold, DM-Silber oder DM-Bronze schmücken. Bei den Titelkämpfen kehrten die Aacher Kunstradsportler mit 2 x DM-gold und 1 x DM-Silber nach Aach zurück. Das Resümee von Aachs Cheftrainerin Katja Gaißer fiel positiv aus: „Wenn wir den 6er Kunstrad außen vor lassen, dann haben die sechs Mädels sich von der superguten Seite gezeigt. Wir Trainer und auch der Verein ist stolz auf das, was die Sechs in Nufringen geleistet haben.“

Dass die Bäume nicht unendlich in den Himmel wachsen, musste gleich zu Beginn am frühen Samstagmorgen der 6er Kunstrad des RMSV Aach feststellen. Hatten Sie vor wenigen Wochen noch beim DM-Halbfinale die Disziplin dominiert, so fuhren sie an der DM an der Medaille vorbei. Steinhöring und Mainz-Ebersheim hatten 151,62 bzw. 144,24 vorgelegt. Als letzter Starter ging es auf die 11×14 große Wettkampffläche. Bis zur 14. Übung lief alles nach Plan. „Fahr, Fahr“ rief Cheftrainerin Katja Gaißer noch rein, der Sturz konnte hier noch vermieden werden. In der nächsten Übung stand eine Sportlerin auf dem Boden. Danach war der Wurm drin und vier weitere Absteiger plus Prozentabzüge folgten. Die Punkte purzelten auf 120,95 Punkte runter. Die Medaillen wurden mit Platz 6 deutlich verfehlt, Tränen waren die Folge. Nun hieß es sich wieder zu konzentrieren, denn noch bestand die Chance in drei Disziplinen auf drei DM-Medaillen. Aus dem Heimat kamen aufbauende Nachrichten, wie „Passiert leider mal, verlieren gehört dazu. Jetzt wieder sammeln und danach Vollgas.“

Und im 6er Einrad sollten Sabrina Bürßner, Alina Bötzer, Franziska Bötzer, Magdalena Jurisch, Lea Münzer und Stefanie Müller eine Trotzreaktion zeigen. Die beiden Mannschaften von Antrup-Wechte hatte 126,77 und 124,66 vorgelegt. Die Nervosität, etwas gut zu machen war für alle spürbar. Von der ersten bis zu letzten Übung waren die sechs voll fokussiert. Übung für Übung wurden perfekt präsentiert. Von 158,3 Punkten blieben am Ende 142,35 Punkte an der Anzeige stehen. Entsprechend wurde die Darbietung vom Publikum mit lautstarkem Applaus belohnt. War dies Gold?, denn der Titelverteidiger aus Varnhalt musste seinen Start noch absolvieren. Sie sollten mit 139,91 von der Fläche gehen. Somit groß der Freude der sechs Aacher Sportlerinnen, denn bei der Siegerehrung gab es DM-Gold vor Varnhalt und Antrup-Wechte. Anschließend hieß es nicht fieren, sondern etwas relaxen, denn der nächste Start war erst rund 5 Stunden später.

Nach inzwischen 13 Stunden auf den Beinen, stand das 4er Kunstrad der Juniorinnen auf dem Programm. Die EM-Qualifikation war ja schon geschafft, aber die vier wollten ihre Nominierung bestätigen und als Deutscher Meister zur EM in die Schweiz fahren. Und es sollte DM-Titel Nr.2 durch Sabrina Bürßner, Alina Bötzer, Franziska Bötzer und Stefanie Müller werden. Von den 13 Vierern kamen maximal drei Mannschaften für den Titel in Frage. Steinhöring, Aach oder Denkendorf, das die höchste Schwierigkeit eingereicht hatte. Mainz-Ebersheim hatte bis zum Start der Favoriten mit 156,68 die Führung übernommen. Steinhöring fuhr sehr gekonnt und übernahm mit 167,54 die Führung. Das Aacher Quartett musst nun alles geben und ohne Sturz durchkommen. Sehr konzentriert nahmen sie die 5-Minütige Kür in Angriff. Übung für Übung passte, doch der ein oder andere Wackler war nicht zu übersehen. Bei den Drehungen gab es eine 100 % Abwertung und lies die Punkte schwinden. Perfekt klappte der schwierig anzufahrende Innenstern. Brenzlig wurde es nochmals bei der Turbinentorfahrt, bei der sich die Torfahrerin gerade noch mit starkem Kampf auf dem Rad halten konnte. Die letzte Übung konnte dann nicht ganz vollständig im Zeitlimit gezeigt werden. Bei 175,54 blieb die Wertung stehen. War dies der Titel?, denn Denkendorf musste noch an den Start. Doch die vier Württembergerinnen kamen gegen Ende ihrer Kür nicht ohne Patzer durch. Mit 161,38 reihten sie sich hinter Aach und Steinhöring auf Platz 3 sein. Somit gab´s für die vier Aacher Sportlerinnen an der Siegerehrung das erhoffte DM-Gold. Stolz und sehr glücklich durften sie in das Meistertrikot mit den Schwarz-Rot-Goldenen Brustringen schlüpfen. Die obligatorische Ehrenrunde auf den Schultern der Väter bzw. Fäns schloss sich an. Jetzt geht´s als Deutscher Meister gestärkt zur Junioren-EM ins schweizerische Bazenheid (11./12.05.2018).

Es blieb nur wenige Zeit um die DM-Titel Nr. 131 und 132 in der Aacher Vereinsgeschichte zu feiern, denn am 2. Tag war noch der Start im 4er Einrad der Juniorinnen zu absolvieren. 16 Quartetts waren angetreten. Die erste optimale Kür zeigte der VfH Worm mit 136,78 Punkte. Diese Marke galt es zu schlagen, als die Aacher Mädels Sabrina Bürßner, Alina Bötzer, Franziska Bötzer und Lea Münzer zum Start aufgerufen wurde. Und sie konnte mit ihrer tollen Armhaltung und Fahrweise überzeugen. Alles klappte perfekt. Von 151,5 blieben 142,64 übrig. Eine klasse Leistung, aber was war diese Wert, denn noch kamen drei Mannschaften. Flohnheim reihte sich mit 119,59 auf Platz 7 ein und die SG Flohnheim/Gau-Algesheim mit 137,4 direkt hinter Aach. Titelverteidiger KRS Varnhalt hatte 8,4 Punkte mehr eingereicht. Davon konnten sie gerade noch knapp 3 Punkte nach 5 Minuten retten. Mit 145,5 wurden sie erneut Deutscher Meister. Somit gab´s bei der Siegerehrung eine weitere Medaille für Aach. Die Silbermedaille bekamen die vier Mädels bei der Siegerehrung  überreicht.

 

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